Donnerstag 20. April 2006
Gestern haben wir uns in Berlin Mitte den Prototyp der MindestPuppe angeschaut. Mehrere davon werden jetzt hergestellt. Sie können bei Veranstaltungen und Demos als Armutskarawane eingesetzt werden. Anne und ihre Kollegin haben da was ganz tolles gebaut. Das Material kommt aus dem Baumarkt. Bald werden wir auch eine Bauanleitung haben.
Die Armutskarawane wird am 1. Mai in Berlin eingesetzt. Und dazu werden ganz viele Aktive in den MindestAnzügen Unterschriften für den Mindestlohn sammeln.
Heute den Rohschnitt des Dokumentarfilms „Mindestens ein Lohn zum Leben“ angeschaut. Prima. Er ist noch etwas lang. Da wird noch gekürtzt. Der Film zeigt die Realität. Die Filmemacher waren auch in Großbritannien, Frankreich und der Schweiz. Er ist schon beeindruckend. Uraufführung ist auf der Mindestlohn-Konefernz am 26. April in Berlin.
Autor: Bernd Steinmann · Rubrik: Aktionen
Um den Artikel nicht ganz so unkommentiert dastehen zu lassen, möchte ich Euch einen kleinen Tipp geben.
Da ich nicht weiß, wer zur Uraufführung des Filmes auf der Mindestlohnkonferenz am 26.04. anwesend sein wird, wäre es empfehlenswert den Film an die Politiker und Arbeitgeber zu senden, die sich gegen einen Mindestlohn aussprechen und das Ende des Filmes mit der Frage zu untermauern: "Möchten sie für sowenig Geld arbeiten?" Man kann nur hoffen, daß dieser Film manchen MiLo-Gegnern einen kleinen Denkanstoß gibt.
Wird der Film auch der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht?
Jens, meinen sie wirklich, dass sich die Politiker durch so eine Frage zum Nachdenken bringen lassen?
Sie kann doch nur rhetorisch gemeint sein, da niemand für weniger Geld einen Beruf ausüben möchte der weniger Spaß macht als sein jetztiger.
Es wird immer Leute geben, die weniger als andere verdienen. Es kann also nicht als Argument dienen. Als Argument kann höchstens dienen, dass diese Niedriglohnverdienen nicht die Chance haben ebenfalls aufzusteigen. In Deutschland haben sie diese Chance aber.
@ Jens
Vielen Dank für den Tipp. Der Film wird bei Veranstaltungen zum Mindestlohn gezeigt. Wir gegen da mal einen neuen Weg. Weg von dem Frontalunterricht in Veranstaltungen. Ob wir ihn Politikern schicken, das müssen wir mal diskutieren.
Wir werden auch kleine Schnippsel ins Netz stellen. Und man kann den Film auch kaufen.
@ Marc
Auf deinen Beitrag werde ich nicht eingehen.