Dienstag 18. März 2008
Mächtig unterstützt die NGG in Baden-Württemberg die Mindest.Lohn.Tour durch das Ländle. Karin Brugger, die auch schon bei der Tour 2007 aktiv war, schickte Presseerklärung und Bilder.
„‚Arm trotz Arbeit‘ - Gewerkschaften kämpfen für Mindestlohn
Der Mindestlohntruck – ein großer LKW mit vielen Infos rund um das Thema Mindeslohn - tourt unter Beteiligung der NGG im März durch Baden-Württemberg.
Mit seiner Forderung nach einem gesetzlichen Mindestlohn in Deutschland stößt der DGB auf viele interessierte Bürgerinnen und Bürger. Immer mehr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer benötigen zu ihrem ‚Hungerlohn‘ noch zusätzliche Leistungen nach Hartz IV. Die Anzahl der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die mehr als einem Beruf nachgehen, ist binnen zwei Jahren in Baden-Württemberg um rund ein Drittel gestiegen. Die Lösung ist ein gesetzlicher Mindestlohn, als untere ‚Haltelinie‘, wie dies zum Beispiel schon für das Baugewerbe oder bei den Postdiensten der Fall ist.
Schwerpunkt für die NGG bei dieser Tour ist die Situation im Bäckerhandwerk in Baden-Württemberg. Hier gibt es seit über zehn Jahren keinen Tarifvertrag mehr. Teilweise werden daher inzwischen Löhne gezahlt, von denen allein die überwiegend Kolleginnen schon lange nicht mehr leben können. Mit fadenscheinigen Argumenten weigert sich die Bäckerinnung seit Jahren mit der NGG einen Tarifvertrag in Baden-Württemberg abzuschließen, obwohl es in den angrenzenden Bundesländern durchaus Tarifverträge im Bäckerhandwerk gibt. Mit einer Unterschriftenaktion soll nun die Bevölkerung auf diese Situation aufmerksam gemacht werden, um damit den Druck auf die Innungs-verantwortlichen zu erhöhen.“
Bild 1: Aalen
Bild 2: Biberach
Bild 3: Friedrichshafen