drucken | schließen

blog.mindestlohn.de

Bernd Steinmann schrieb am Montag 8. September 2008 zum Thema MINDEST.TOUR 2008:

Pressestimmen


Das Handelsblatt [http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/showdown-am-schwielowsee;2033839] schreibt:

"Denn Beck war zutiefst gekränkt und wollte sich partout nicht an das Drehbuch halten, das offensichtlich Steinmeiers Leute dem 'Spiegel' gesteckt hatten. Er, Beck, halte es für zu früh, schon jetzt die K-Frage zu klären, sagte er in dem Landgasthof – und blieb zum Entsetzen Steinmeiers dabei.

Am Schwielowsee weiß das um elf Uhr noch niemand. Junge Männer und Frauen in roten Verdi-T-Shirts trommeln für den Mindestlohn, und die Journalisten warten auf die Ankunft der Parteispitze. Doch es tut sich nichts, und man zerstreut sich in Richtung des improvisierten Pressezentrums im Restaurant am See. Einträchtig sitzen auf der Terrasse Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck, ein Freund Steinmeiers, und Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit, der Beck stützt, beisammen. 'Um 12.30 Uhr geht's weiter, hat man uns gesagt', sagt Platzeck, und dass er es natürlich begrüßen werde, wenn es denn so käme, 'wie wir alle erwarten', dass Steinmeier zum Kandidat gekürt werde. Davon geht auch Wowereit aus: 'Ist ja klar, dass der nächste Kanzler aus Berlin kommen wird.' Dort haben sowohl CDU-Chefin Angela Merkel als auch Steinmeier ihren Wohnsitz. 'Aber die Wahlkreise sind beide in Brandenburg', frotzelt Platzeck zurück: 'Schauen Sie sich um, schöner kann's doch gar nicht sein als hier am Schwielowsee in Brandenburg, und ich bin jetzt hier der Tourismusbeauftragte.' Gerade verziehen sich, wie auf Bestellung, die dunklen Wolken, die über dem See hingen. Das Wasser glänzt in der Sonne, Boote ziehen vorbei.



Die BZ [http://www.bz-berlin.de/BZ/news/2008/09/08/spd-klausurtagung-am-schwielowsee/stuckrad-barre-analyse.html] schreibt:

"Einzeln nacheinander – fast hatte man das Gefühl, streng hierarchisch sortiert, je mächtiger, desto später – waren dann die Sozialdemokraten angereist, alles ganz normal, in Limousinen; die paar Ausnahmefahrzeuge wurden von den etwa 200 langsam ungeduldiger werdenden Journalisten nachrichtenhungrig notiert: Ypsilanti im Taxi, Struck auf dem Motorrad, Benneter in einem niedlichen Kleinwagen und ein paar Weristdasnochmals in einem Reisebus. Auf der Straße lärmte eine Verdi-Abordnung mit brasilianischem Getrommel und Gerassel, um die SPD an den Mindestlohn von 7,50 Euro zu erinnern. Noch fehlten Steinbrück, Nahles, Steinmeier – und Kurt Beck. Der Beginn der Sitzung, so wurde nun in Manier der Stillen Post verbreitet, verschiebe sich um zwei Stunden. Im Foyer des Hotels saß etwas ratlos der 'Bericht aus Berlin'-Mann Joachim Wagner und wusste nicht so recht, wen er am Abend mit Ulrich Deppendorf befragen würde."

Die Berliner Zeitung [http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2008/0908/umsturzinderspd/0001/index.html] schreibt:
Jeder macht jetzt, was er will. Wowereit und Platzeck trinken Bier auf der Terrasse. Arbeitsminister Olaf Scholz plaudert mit einigen Verdi-Demonstranten, die seit dem Vormittag für den Mindestlohn trommeln und die Ruhe am See erheblich stören. Der Kanzlerkandidat ist immer noch nicht da.

URL des Textes: http://blog.mindestlohn.de/11/viewentry/2491