Die Diskussion ueber die „neue Armut“ im Land ist in vollem Gange. Bundestagsvizepraesident Wolfgang Thierse laut „Netzeitung“:
- «Die Unterschiede sind gewachsen. Auch nach 1998 und sie wachsen weiter» […]. Thierse betonte, die Entwicklung sei Besorgnis erregend, aber nicht unumkehrbar.
Noch krasser formuliert es Oskar Negt.
- Der Soziologe und linke SPD-Vordenker Oskar Negt sieht das Land dagegen auf dem Weg in eine Klassengesellschaft.
Und soeben hat der fruehere CDU-Generalsekretaer und Bundesfamilienminister a.D. Heiner Geissler (CDU)im ZDF-Morgenmagazin darauf hingewiesen, dass Arbeitnehmer seit nunmehr sieben Jahren ohne reale Einkommenszuwaechse stuenden. Geissler bestaetigt damit, worauf er vor einigen Tagen bereits im Interview mit „jetzt.de“ hingewiesen hatte:
- Die neue Armut ist ein Produkt der Politik. Es ist das Ergebnis eines System- und Denkfehlers. Bisher war die Armut klar an bestimmten Bevölkerungsgruppen festzumachen: Sozialhilfeempfänger, alleinerziehende Mütter, ein Teil der älteren Leute. Armut betraf Menschen, die keine Lobby hatten. Heute ist die Armut wieder bei den Arbeitnehmern angekommen. Und zwar wegen Hartz IV.
Weder Negt noch Thierse duerften Geissler widersprechen, wenn der CDU-Politiker Versaeumnisse der Politik fuer die „neue Armut“ verantwortlich macht.








