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Mindestlohn-Tour 2007
ARM TROTZ ARBEIT
Die Sendung zur Arbeit
Abstimmung

Welche Höhe soll ein gesetzlicher Mindestlohn in Deutschland haben?

  • 6,00 Euro
  • 7,50 Euro
  • 9,00 Euro
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Arbeitsleben

 
Freitag 23. März 2007

Äpfel mit Birnen verglichen

ver.di hat dem Telekom-Chef René Obermann aufgefordert, sich im Präsidium des Branchenverbandes BITKOM dafür einzusetzen, dass es in der „Servicebranche“ zu einem Flächentarifvertrag kommt, der die Bedingungen in der Call Center-Branche der „Telekommunikationslandschaft“ weg von den Armutslöhnen, hin zu menschenwürdigen Bezahlungs- und Beschäftigungsbedingungen führt. Obermann will rund 60 000 Telekom-Beschäftigte in einen Niedriglohnsektor überführen. Der Telekom-Chef hatte sich über ver.di-Proteste mit dem Argument gewehrt: „Übrigens ist es derselbe Sozialpartner, der mit unseren Konkurrenten Tarifverträge schließt, für exakt die gleiche Art der Arbeit wie bei uns – aber zum halben Telekom-Gehalt.“

Zum Flugblatt

 

Autor: Bernd Steinmann · Rubrik: Arbeitsleben
 




Mittwoch 7. März 2007

Was verdient Ihre Verkäuferin oder Ihre Kellnerin oder Ihre Friseurin?

Fachverkäuferinnen wie Petra S. arbeiten in Deutschland für einen Hungerlohn. einem Stundenlohn von 5,75 Euro/brutto verdient sie als Vollzeitkraft 994,00 Euro/brutto im Monat. Arm trotz Arbeit!

Friseurinnen wie Beatrice M. arbeiten in Deutschland für einen Hungerlohn. Mit einem Stundenlohn von 2,75 Euro/brutto verdient sie als Vollzeitkraft 462,00 Euro/ brutto im Monat. Arm trotz Arbeit!

Kellnerinnen wie Annette B. arbeiten in Deutschland für einen Hungerlohn. Mit einem Stundenlohn von 4,61 Euro/brutto verdient sie als Vollzeitkraft 798,00 Euro/brutto im Monat. Arm trotz Arbeit!

In Deutschland arbeiten 3,3 Millionen Menschen für Hungerlöhne. Davon sind 70 Prozent Frauen!

Deshalb brauchen wir den gesetzlichen Mindestlohn in Deutschland!

Postkarten zum Internationalen Frauentag und überhaupt.

 
Dokumente:

Autor: Bernd Steinmann · Rubrik: Arbeitsleben
 

Donnerstag 1. März 2007

ver.di: Neues Kindertagesstättengesetz in NRW „Aufforderung zu Dumpinglöhnen“ - Verbesserung für Kinder nicht in Sicht

Als „Aufforderung nun auch in Kindertagesstätten Dumpinglöhne einzuführen, Personal nach Kostengesichtspunkten, statt nach Qualität einzustellen und Vollzeitarbeitsplätze abzubauen“ hat die nordrhein-westfälische ver.di-Landesleiterin Gabriele Schmidt die bekannt gewordenen Details des neuen Kindergartengesetzes genannt. In diesem Zusammenhang sei es „bezeichnend, dass die schwarz-gelbe Landesregierung bisher nicht ein einziges Gespräch mit der für die rund 100.000 betroffenen Erzieherinnen zuständigen Gewerkschaft geführt hat“, sagte Schmidt. Offenbar ginge es Minister Laschet mehr darum, Geld umzuverteilen, als eine bessere Förderung der Kinder zu erreichen.

Die Reduzierung des Finanzierungsanteils der Kirchen von 20 auf 12 Prozent „schont zwar die Klingelbeutel, bringt aber keinerlei Verbesserung für die Kinder in Nordrhein-Westfalen“, erklärte Gabriele Schmidt. Im Klartext bedeute dies höhere Kosten für Land und Kommunen und wieder einmal für die Eltern. Die geplante pauschale Budgetierung der Personalkosten, die bisher beim Land „spitz abgerechnet werden konnten“, sei darüber hinaus eine „Aufforderung an die Träger, Löhne abzusenken“, sagte die ver.di-Landesleiterin. Bei Bruttogehältern von 1.900 Euro nach dreijähriger Fachschulausbildung bis maximal 2.600 Euro würde der Ministervorschlag dazu führen, ältere Erzieherinnen aus dem Berufsleben zu drängen, weil jüngere Kräfte billiger sind.

Wenn Kindertagesstätten keine Aufbewahrungsanstalten sein sollen, müssten Finanzierung, Öffnungszeiten und Personalausstattung mit pädagogischen Zielen verbunden sein. „Eine Verlängerung der Öffnungszeit auf 45 Stunden ist dann kein Problem, wenn Rahmenbedingungen geschaffen werden, die dem Bildungsauftrag der Kindertagesstätten gerecht werden“, sagte Schmidt. Wahrscheinlich würden „auch die künftigen Betreuungsschlüssel ausschließlich mit den Arbeitgebern vereinbart, ohne Eltern und Erzieherinnen zu berücksichtigen.“ Die von Laschet beibehaltene Gruppenstärke von 25 Kindern sei „ein Indiz dafür und beschämend für ein Land wie Nordrhein-Westfalen“, erklärte die Gewerkschafterin. Laschets bekannt gewordenen Vorschläge wären ein Rückschritt in der vorschulischen Ausbildung. Eine Verbesserung für die Kinder sei nicht in Sicht.

 

Autor: Bernd Steinmann · Rubrik: Arbeitsleben
 
Dienstag 27. Februar 2007

Dumpinglöhne - wie christliche Gewerkschaften die Arbeitnehmer verraten

„Panorma“ setzte sich in der Sendung vom 22. Februar kritisch mit den christlichen Gewerkschaften auseinander, die in vielen Betrieben für Dumpinglöhne verantwortlich sind, die sich für kürzere Kündigungsfristen, für kürzeren Urlaub und geringere Feiertagszuschläge einsetzen. Kein Wunder, dass die Arbeitgeber gerne mit ihnen verhandeln.

Zu Panorama

 

Autor: Bernd Steinmann · Rubrik: Arbeitsleben
 

Mittwoch 21. Februar 2007

IG Bau: Telefon-Hotline gegen Dumpinglohn bei Gebäudereinigern

Berlin - Die Gewerkschaft IG BAU hat für Gebäudereiniger, die unter Tarif bezahlt werden, eine vertrauliche Telefon-Hotline eingerichtet. Der vereinbarte Tariflohn beträgt 7,87 Euro pro Stunde.

Wer weniger erhält, solle sich ab sofort bei der Gewerkschaft unter 030/24 63 94 20 melden, sagte Bundesvorstandsmitglied Rolf Steinmann am Mittwoch in Berlin und sicherte Vertraulichkeit zu. Betroffene Unternehmen würden dann von der Gewerkschaft unter Druck gesetzt. Laut Steinmann sind Stundenlöhne von 3 Euro bei Gebäudereinigern keine Seltenheit.

 

Autor: Bernd Steinmann · Rubrik: Arbeitsleben
 

Donnerstag 15. Februar 2007

Kirchengerichtshof stoppt geplantes Tarifdumping - Leiharbeit widerspricht dem kirchlichen Grundsatz

Findige und rücksichtslose Arbeitgeber in der Gesundheitsbranche und in kirchlichen Einrichtungen versuchen, durch die Ausgründung von so genannten Dienstleistungsgesellschaften branchenunübliche Tarifverträge auf Teile ihrer Belegschaften anzuwenden. So wendet eine Servicegesellschaft des Marienhospitals Herne seit über zwei Jahren den Tarifvertrag für Gebäudereiniger für medizinisches Fachpersonal wie etwa Krankenpfleger und Therapeuten an.

Die „Dienstleistungsgesellschaft“ (DLG) der Evangelischen Krankenhausgemeinschaft Herne/Castrop-Rauxel (EvK), im Juni 2006 gegründet, will den Zeitarbeitstarif anwenden. Laut Handelregister will die DLG ihre Leistungen „im Wesentlichen im Bereich Pflege, in der Therapie, der Hauswirtschaft und im Gebäudemanagement“ erbringen. Geplant war von der Geschäftsführung, „alle zu besetzenden Stellen in der Krankenhausgemeinschaft und im Diakonischen Werk“ mit Mitarbeitern der DLG zu besetzen.

Die Mitarbeitervertretung(MAV) des EvK und ver.di-Herne reagierten empört und leisteten Widerstand, da dieses Vorgehen die Mitarbeiterschaft spaltet und branchenfremde Tarife für Zeitarbeiter auf die DLG-Beschäftigten angewandt werden sollten, die bis zu 30 Prozent unter den im EvK gezahlten liegen.

Mitarbeitervertretungen aus Bremen klagten mit Unterstützung von ver.di bei der obersten Gerichtsbarkeit der Evangelischen Kirche, beim Kirchengerichtshof in Hannover. Der Kirchengerichtshof stoppte die dauerhafte Leiharbeit in Einrichtungen der Diakonie. Das Urteil stellt fest: Leiharbeit „widerspricht dem kirchlichen Grundsatz des Leitbildes von der Dienstgemeinschaft durch die ständige Spaltung der Mitarbeiterschaft in Stammbelegschaft und Leiharbeitnehmer und durch Verdoppelung der Dienststellenleitung“.

 

Autor: Bernd Steinmann · Rubrik: Arbeitsleben
 
Mittwoch 25. Oktober 2006

Was unterscheidet die Analyse vom Vorurteil?

Der Mindestlohn sei nur was für Geringqualifizierte, heißt es. Von wegen:

1Euro-Journalist

Da soll nochmal einer sagen, das Geschreibse von heute wäre morgen schon wertlos. Irrtum. Und hier ist der Beweis.

 

· Rubrik: Arbeitsleben
 
Kommentare
Alexander
09. September 12:40

Gesetzlicher Mindestlohn Ich bin für den Gesetzlichen Mindestlohn. Denn ich arbeite momentan fürweiter...

Felicitas
31. August 22:43

Die Zeiten ändern sich und die Meinungen offenbar auch! Erfreulich! Hoffentlich versandet das Thema weiter...

Martin Kolbe
18. August 21:34

ich bin Gehörlose und Behinderten (links Schulter problem seit 2011 unfall in Haus)ich habe Holzbearweiter...

jermaine
17. August 18:54

Sehr toole Aktion. Ich bin selbst seit geraumer Zeit Leiharbeitnehmer und merke langsam immer ...weiter...

Alexander
15. August 10:19

Ja bitte 8,50 € Brutto die std. und man müste nicht wie ich Momentan mit 5,74 € Brutto arbeiten. weiter...

Carola
10. August 12:43

Ich bin als Berufseinstiegsbegleiter tätig es wurde gesagt das ab 01.08.2011 der Mindestlohn 2075,weiter...

Kommentar zu:
Leo Mahr
03. August 21:33

Den Diskussionen über Mindestlöhne, Minijobs, Scheinselbständigkeit, Missbrauch der legalen Zeitarbeweiter...

Marco Schäfer
03. August 20:55

Hallo, ich bin eigentlich gerade auf der Suche wegen den Mindestlohn. Naja wie ich hier entnehmen ...weiter...

Kommentar zu:
Henrike D.
27. Juli 14:55

Eine ganz traurige Entwicklung. In den USA ist dieses Vorgehen ja leider auch normal. Ich kannte ...weiter...

Günther Schulz
20. Juli 12:51

Schade, das ich diesen Beitrag erst jetzt sehe. Ich war letztes Jahr auf Föhr und denke gerne daran weiter...