dpa meldet: „Der Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Franz-Josef Möllenberg, hat Leiharbeit scharf verurteilt. ‚Leiharbeit ist (…) aus unserer Sicht ein Krebsgeschwür in unserer Gesellschaft‘, sagte Möllenberg am 23. Oktober 2008 auf dem NGG-Gewerkschaftstag in Berlin. Der Grundsatz ‚gleiche Arbeit, gleiches Entgelt‘ müsse weiterhin gelten. Auch die Verlängerung von Arbeitszeiten ohne vollen Lohnausgleich werde seine Gewerkschaft nicht zulassen.
Erneut forderte Möllenberg die Einführung von gesetzlichen Mindestlöhnen. Dafür gebe es auch viel Unterstützung aus der Politik. Quer durch die Parteien gebe es Stimmen, die «sehr wohl wissen, ohne eine Sicherung nach unten, funktioniert das in Zukunft nicht». Der Gewerkschaftschef verwies auf die Regelungen in anderen europäischen Staaten wie Großbritannien. Dort sei der gesetzliche Mindestlohn eine «Erfolgsgeschichte» geworden.
Darüber hinaus kritisierte die NGG den Ausgang des Bildungsgipfels von Bund und Ländern am Mittwoch in Dresden. Die Gewerkschaft sei von den Ergebnissen «mehr als enttäuscht‘, sagte Vorstandsmitglied Michaela Rosenberger. ‚Wir glauben, dass wir nicht die Zeit haben, in diesem Land auf langfristige Maßnahmen (…) zu warten. Sondern wir brauchen sofort ein Programm, dass es möglich macht, Menschen in diesem Land Bildung zu vermitteln.‘
Die NGG hat knapp 206 000 Mitglieder und vertritt die Interessen der Beschäftigten in der Lebensmittelindustrie, im Lebensmittelhandwerk sowie im Hotel- und Gaststättengewerbe.“
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