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Mindestlohn-Tour 2007
ARM TROTZ ARBEIT
Die Sendung zur Arbeit
Abstimmung

Welche Höhe soll ein gesetzlicher Mindestlohn in Deutschland haben?

  • 6,00 Euro
  • 7,50 Euro
  • 9,00 Euro
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Arbeitsleben

 
Montag 11. Februar 2008

Hotelreinigung - Rosenberger: Fremdfirmen müssen Mindestlohn zahlen!

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten meldet:

„Erfurt – 30. Januar 2008 Angesichts des jüngsten Skandals um Dumpinglöhne in Münchner Luxushotels forderte die stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Michaela Rosenberger, auf einer Tagung von Betriebsräten des Gastgewerbes eine stärkere Kontrolle in den Hotels und der mit der Zimmerreinigung beauftragten Fremdfirmen.

‚Es kann ja wohl nicht sein, dass Deutschland im Juli 2007 das Gebäudereinigerhandwerk ins Entsendegesetz aufnimmt und damit den Mindestlohn für die Branche einführt und keiner – weder die Hotels noch die beauftragen Subunternehmen – hält sich an die gesetzlichen Vorgaben‘, so Rosenberger.

In München waren Mitte Januar 2008 Zollfahnder in zwei Hilton-Hotels und dem Sheraton-München Westpark auf rumänische und bulgarische Reinigungskräfte gestoßen, die mit Löhnen von bis zu 2,50 pro Stunde abgespeist worden waren. Rosenberger: ‚Auch wenn das Sheraton sich darauf beruft, der Fremdfirma mehr als den gesetzlichen Mindestlohn gezahlt zu haben: Die Hotels müssen ihre Subunternehmern stärker kontrollieren. Sonst können auch sie dazu verpflichtet werden, die Differenz zum Mindestlohn nachzuzahlen.‘

Leider zeigten die Fälle in München nur die Spitze des Eisberges, so die NGG-Vize weiter. Seit Anfang der 1990er Jahre vergebe die Hotellerie Großteile der Zimmerreinigung an externe Reinigungsfirmen, um auf diesem Weg die Kosten zu reduzieren. Billigend werde durch die Hotels in Kauf genommen, dass beauftragte Subunternehmer ihre Beschäftigten wie Lohnsklaven behandeln. Häufig würden die Reinigungskräfte nicht nach Stunden, sondern nach geputzten Zimmern bezahlt. So habe etwa 2007 eine Zimmerfrau in der Berliner Nobelherberge Ritz Carlton 60 Cent pro Zimmer erhalten. Rosenberger: ‚Mit dieser Lohnsklaverei muss nun endlich Schluss sein. Gemeinsam mit den Betriebsräten der Hotels wird NGG dafür sorgen, dass das Entsendegesetz in der ausgegliederten Zimmerreinigung eingehalten wird!‘“

 

Autor: Bernd Steinmann · Rubrik: Arbeitsleben
 

Freitag 18. Januar 2008

DGB-Hessen: DGB will Situation und Ausmaß des Niedriglohnsektors aufdecken

Der DGB-Hessen schreibt: „‚Nach unserer Einschätzung wird der Niedriglohnsektor auch in Hessen immer größer. Wir brauchen mehr und bessere Informationen um die Lage verdeutlichen zu können‘, so der hessische DGB-Vorsitzende Stefan Körzell zum Start einer Kampagne des DGB in Hessen. Auf der Internetseite können Betroffene und ihnen nahestehenden Personen ihre Lage schildern. Stefan Körzell zum Hintergrund: ‚Armut und prekäre Verhältnisse machen sich leider oft unsichtbar. Niemand bekennt sich gerne öffentlich zu einer für ihn selbst unangenehmen Situation. Deshalb sichern wir den Teilnehmern an unserer Aktion Vertraulichkeit zu.‘ Kennen Sie einen Fall oder sind Sie vielleicht selbst betroffen? Schildern Sie uns die Situation direkt hier

 

Autor: Bernd Steinmann · Rubrik: Arbeitsleben
 
Freitag 11. Januar 2008

720 Euro Nachschlag für Beschäftigte der Müllindustrie

dpa meldet:

„Berlin (dpa) - Die rund 35 000 tariflich gebundenen Beschäftigten der privaten Abfallwirtschaft erhalten für das vergangenen Jahr eine zusätzliche Einmalzahlung von 720 Euro. Das haben der Bundesverband der Deutschen Entsorgungswirtschaft (BDE) und die Gewerkschaft ver.di vereinbart, wie beide Seiten am Freitag in Berlin mitteilten. Die Mitarbeiter der Branche hatten 2007 keine Einkommenserhöhung erhalten. Über eine Lohnsteigerung in diesem Jahr soll noch verhandelt werden, sagte ver.di-Vorstandsmitglied Erhard Ott.

Die Tarifparteien streben außerdem in diesem Jahr den Abschluss einer Mindestlohnvereinbarung für die Abfallwirtschaft in 2008 an. Die Branche solle in das Arbeitnehmerentsendegesetz aufgenommen und so der Mindestlohn für allgemeinverbindlich erklärt werden, teilten BDE und ver.di übereinstimmend mit. Nach den Vorstellungen von ver.di soll für Sortierkräfte ein Mindestlohn von 9 bis 10 Euro gelten, für Müllabholer 10,50 Euro. In der Müllwirtschaft arbeiten 90 000 Menschen in kommunalen Betrieben und etwa 70 000 in privaten. Von diesen wird rund die Hälfte tariflich entlohnt.“

 

Autor: Bernd Steinmann · Rubrik: Arbeitsleben
 
Donnerstag 10. Januar 2008

Tarifabschluss für den Geld- und Werttransport

ver.di Niedersachsen-Bremen meldet:

„Hannover. Nach einem Warnstreik und langen und zähen Verhandlungen hat die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di am heutigen Donnerstag einen Tarifabschluss für die Beschäftigten des Geld- und Werttransports in Niedersachsen erzielt. Für die etwa 1.000 Arbeitnehmer erhöhen sich die Löhne um insgesamt 5,2 Prozent bei einer Laufzeit des Tarifvertrages von 24 Monaten ab 1. April 2008. ver.di-Verhandlungsführerin Sonja Brüggemeier sagte: ‚Dies ist einer der höchsten Abschlüsse für den Geld- und Wertbereich in Niedersachsen, den wir in den letzten 10 Jahren erstritten haben.‘“

 

Autor: Bernd Steinmann · Rubrik: Arbeitsleben
 
Freitag 21. Dezember 2007

Ich putze Deutschland

Der Film zum Großen Reinemachen

Seit 2007 gilt im Gebäudereinigerhandwerk ein Mindestlohn: 7,87 Euro pro Stunde im Westen (6,36 Euro im Osten) Deutschlands. Unter dem Motto „Ich putze Deutschland“ gibt die Industrie- Gewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt Einblicke in die Branche.

Unsere Reporterin Kathrin war für uns unterwegs.

Zum Film

 

Autor: Bernd Steinmann · Rubrik: Arbeitsleben
 
Freitag 14. Dezember 2007

Immer mehr ArbeitnehmerInnen haben einen 400-Euro-Job als Nebenjob

Die Westdeutsche Allgemeine berichtet „unter Berufung auf die BA, dass immer mehr Arbeitnehmer zusätzlich zu ihrem sozialversicherungspflichtigen Hauptjob eine Nebentätigkeit annehmen, um über die Runden zu kommen. Die Zahl der Beschäftigten, die einen 400-Euro-Job als Nebenjob ausüben, stieg seit 2003 bundesweit um 800.000 auf fast zwei Millionen an.“ (ddp)

 

Autor: Bernd Steinmann · Rubrik: Arbeitsleben
 
Mittwoch 12. Dezember 2007

ÖGB: Bilanz zum Mindestlohn

Der ÖGB meldet: „Sechs Monate nach der Sozialpartnereinigung über 1.000 Euro Mindestlohn/-gehalt zieht der ÖGB eine erste Zwischenbilanz: Während bei den ArzthelferInnen ein Erfolg erzielt werden konnte, weigern sich die Rechtsanwaltskammern nach wie vor KV-Verhandlungen aufzunehmen. Mehr Information gibt es hier.

 

Autor: Bernd Steinmann · Rubrik: Arbeitsleben
 
Kommentare
Alexander
09. September 12:40

Gesetzlicher Mindestlohn Ich bin für den Gesetzlichen Mindestlohn. Denn ich arbeite momentan fürweiter...

Felicitas
31. August 22:43

Die Zeiten ändern sich und die Meinungen offenbar auch! Erfreulich! Hoffentlich versandet das Thema weiter...

Martin Kolbe
18. August 21:34

ich bin Gehörlose und Behinderten (links Schulter problem seit 2011 unfall in Haus)ich habe Holzbearweiter...

jermaine
17. August 18:54

Sehr toole Aktion. Ich bin selbst seit geraumer Zeit Leiharbeitnehmer und merke langsam immer ...weiter...

Alexander
15. August 10:19

Ja bitte 8,50 € Brutto die std. und man müste nicht wie ich Momentan mit 5,74 € Brutto arbeiten. weiter...

Carola
10. August 12:43

Ich bin als Berufseinstiegsbegleiter tätig es wurde gesagt das ab 01.08.2011 der Mindestlohn 2075,weiter...

Kommentar zu:
Leo Mahr
03. August 21:33

Den Diskussionen über Mindestlöhne, Minijobs, Scheinselbständigkeit, Missbrauch der legalen Zeitarbeweiter...

Marco Schäfer
03. August 20:55

Hallo, ich bin eigentlich gerade auf der Suche wegen den Mindestlohn. Naja wie ich hier entnehmen ...weiter...

Kommentar zu:
Henrike D.
27. Juli 14:55

Eine ganz traurige Entwicklung. In den USA ist dieses Vorgehen ja leider auch normal. Ich kannte ...weiter...

Günther Schulz
20. Juli 12:51

Schade, das ich diesen Beitrag erst jetzt sehe. Ich war letztes Jahr auf Föhr und denke gerne daran weiter...