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Mindestlohn-Tour 2007
ARM TROTZ ARBEIT
Die Sendung zur Arbeit
Abstimmung

Welche Höhe soll ein gesetzlicher Mindestlohn in Deutschland haben?

  • 6,00 Euro
  • 7,50 Euro
  • 9,00 Euro
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Meinungen

 
Freitag 25. Juli 2008

CDU-Mitglied Jette Joop für zwölf Euro Mindestlohn

AFP meldet:

„Berlin (AFP) — Die Modedesignerin Jette Joop zeigt sich in der Frage von Lohnuntergrenzen großzügiger als ihre Parteifreunde. Auf die Frage nach ihrem persönlichen Mindestlohn antwortete das CDU-Mitglied im Politikmagazin ‚Cicero‘: ‚Zwölf Euro wären für die Grundexistenz notwendig.‘“

Jetzt gehe ich mal stark davon aus, dass Frau Joop in ihrer Firma ordentlich bezahlt und auch bei den Zulieferfirmen auf gerechte Bezahlung achtet.

 

Autor: Bernd Steinmann · Rubrik: Meinungen
 
Donnerstag 24. Juli 2008

Watt’nBlog

Auf Watt’nBlog nimmt Mike einen Artikel in der Welt auseinander. Prima.

Er schreibt:

„So will uns die Wirtschaftsjournalistin glauben machen, bei Mindestlöhnen ginge es mitnichten darum Arbeitnehmer angemessen zu entlohnen. In Wirklichkeit seien Mindestlöhne ein ‚perfides Instrument zur Wettbewerbsverdrängung‘. Immerhin hätten seit der Einführung des Mindestlohns in der Baubranche Zehntausende im Osten ihre Jobs verloren. Auf das “unwesentliche” Detail, dass die Rezession der deutschen Bauindustrie schon Mitte der 90er-Jahre - und somit vor Einführung des Mindestlohns - durch das abrupte Ende des Wiedervereinigungsbooms begann, verzichtet Frau Siems-Gerstenberger allerdings.“

 

Autor: Bernd Steinmann · Rubrik: Meinungen
 
Donnerstag 17. Juli 2008

Kabinettsbeschlüsse unter der Lupe

Jörg Wiedemuth, bei ver.di für die grundsätzliche Tarifpolitik zuständig, nimmt den Kabinettsbeschluss unter die Lupe.

Zur Stellungnahme

Interessant auch eine Anmerkung von Wolfgang Lieb auf den nachdenkseiten zu einem Kommentar der Frankfurter Rundschau.

Lieb schreibt: „Man möchte noch hinzufügen: Und damit es auch künftig keinen SPD-Kanzler gibt, der den Mindestlohn umsetzen müsste, plädiert Steinbrück für die Fortsetzung der Großen Koalition.“

 

Autor: Bernd Steinmann · Rubrik: Meinungen
 
Dienstag 17. Juni 2008

Sarrazin: «Für fünf Euro würde ich jederzeit arbeiten gehen»

Jeder hat seine Meinung. Und der Berliner Finazsenator äußert sie. Und trampelt immer wieder durch die Fettnäpfchen.

„Berlin (dpa/bb) - Der Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) würde auch für einen deutlich geringeren Mindestlohn als die von seiner Partei geforderten 7,50 Euro arbeiten. Auf die Frage, welches sein persönlicher Mindestlohn pro Stunde sei, antwortete Sarrazin im Politikmagazin ‚Cicero‘ (Juli-Ausgabe): ‚Für fünf Euro würde ich jederzeit arbeiten gehen. Das wären 40 Euro pro Tag.‘ Die Sozialdemokraten setzen sich für einen Mindestlohn von 7,50 Euro ein.

Senatssprecher Richard Meng kommentierte die Äußerung Sarrazins: ‚Der Senat tritt für 7,50 Euro ein, dabei bleibt es.‘ Praktisch und rechtlich sei es für Senatoren außerdem nicht möglich, für ein anderes Gehalt zu arbeiten, ‚insofern hat sich diese Idee wieder erledigt‘.“

Da hat er fein gesprochen, der Sprecher.

 

Autor: Bernd Steinmann · Rubrik: Meinungen
 
Dienstag 17. Juni 2008

Sicherheitsfirma Securitas kritisiert öffentliche Auftragsvergabe

Bemerkenswerte Aussagen macht der Geschäftsführer von Securitas Deutschland, Manfred Buhl, in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. Da lohnt es sich, mal weiter zu bohren.

„Berlin (dpa) - Der Sicherheitsdienstleister Securitas hat die Vergabe öffentlicher Aufträge für das Gewerbe kritisiert. ‚Man will möglichst billig Dienstleistungen einkaufen, aber kein Mensch fragt, ob das durch Lohndumping erreicht wird und welche Qualität die Sicherheit hat‘, sagte der Geschäftsführer von Securitas Deutschland, Manfred Buhl, in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa in Berlin. Gleichzeitig beschwere sich die Politik, dass die Branche zu geringe Löhne zahle. Buhl forderte einen gesetzlichen Mindestlohn von sechs bis acht Euro pro Stunde - je nach Bundesland. ‚Das ist für unser Gewerbe ein Arbeitssicherungsprogramm.‘»

Nach Angaben von Buhl, der auch Vizepräsident des Bundesverbandes Deutscher Wach- und Sicherheitsunternehmen ist, sind Menschen zu finden, die für 2,50 Euro in der Stunde arbeiten. ‚Bei der Bezahlung gibt es keine Untergrenze, da ist fast alles möglich.‘ Viele Arbeitslose seien bereit, lieber einen Dumpinglohn zu akzeptieren statt weiter zu Hause zu sitzen. Buhl beklagte auch das Durcheinander bei den Vorschriften. Derzeit gebe es bundesweit 70 Tarifverträge, 250 Lohngruppen und 1000 Lohnarten. ‚Da kann kein Mensch bewerten, ob Tarif gezahlt wird.‘ Securitas selbst zahlt nach eigenen Angaben zwischen 4,40 Euro bis rund 12 Euro in der Stunde.“

 

Autor: Bernd Steinmann · Rubrik: Meinungen
 
Mittwoch 28. Mai 2008

Die Antwort des Einzelhandels auf „Arm trotz Arbeit“ ist der Discounter

Jörg Wiedemuth, ver.di Tarifexperte kommentiert eine Äußerung des Hauptgeschäftsführers des deutschen Einzelhandels:

„Warum sind in den letzten Jahren Discounterketten im Einzelhandel entstanden? Bisher haben wir diese Frage klar und einfach beantwortet: Dahinter steckt reine Profitgier und der Antrieb, damit Geld zu verdienen. Bisher dachten wir so. Nun hat allerdings Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Einzelhandels (HDE), die wahren Beweggründe offenherzig offengelegt. Ein breites Angebot an preiswerten Lebensmitteln, Textilien oder Einrichtungsgegenständen sei eine nicht zu unterschätzende ‚soziale und gesellschaftliche Leistung des deutschen Einzelhandel‘, so der HDE-Manager. Mit anderen Worten: Die Antwort des Einzelhandels auf ‚Arm trotz Arbeit‘ ist der Discounter. Ramschklamotten von KiK, Möbel aus Pappe oder Sperrholz und billige Lebensmittel. Das die Beschäftigten in den Discounterketten zu Armutslöhnen schuften müssen, darüber schweigt Herr Genth. Es geht ja um eine ‚soziale und gesellschaftliche Leistung, um die wir im Ausland beneidet werden‘. Wieso er zu dieser Annahme kommt, dies verschweigt der Einzelhandelsmann. Er bleibt allerdings im Bild.

Herrn Genth ist kein Argument zu billig – eben ein echtes Discounter-Argument.“

 

Autor: Bernd Steinmann · Rubrik: Meinungen
 
Montag 28. April 2008

MEMORANDUM 2008 - Neuverteilung von Einkommen, Arbeit und Macht - Alternativen zur Bedienung der Oberschicht

Die nachdenkseiten melden:

„Die Analysen und Überlegungen des diesjährigen Memorandums der ‚Arbeitsgruppe alternative Wirtschaftspolitik‘ durchzieht als roter Faden die These, dass eine gemeinsame Ursache der vielfältigen ökonomischen, sozialen und wirtschaftspolitischen Probleme in Deutschland in einer zunehmend falschen Verteilung liegt: eine falsche Verteilung von Einkommen führt zum Stocken der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und zu wachsender Armut und Polarisierung sowie zur […] Zum Artikel

 

Autor: Bernd Steinmann · Rubrik: Meinungen
 
Kommentare
Alexander
09. September 12:40

Gesetzlicher Mindestlohn Ich bin für den Gesetzlichen Mindestlohn. Denn ich arbeite momentan fürweiter...

Felicitas
31. August 22:43

Die Zeiten ändern sich und die Meinungen offenbar auch! Erfreulich! Hoffentlich versandet das Thema weiter...

Martin Kolbe
18. August 21:34

ich bin Gehörlose und Behinderten (links Schulter problem seit 2011 unfall in Haus)ich habe Holzbearweiter...

jermaine
17. August 18:54

Sehr toole Aktion. Ich bin selbst seit geraumer Zeit Leiharbeitnehmer und merke langsam immer ...weiter...

Alexander
15. August 10:19

Ja bitte 8,50 € Brutto die std. und man müste nicht wie ich Momentan mit 5,74 € Brutto arbeiten. weiter...

Carola
10. August 12:43

Ich bin als Berufseinstiegsbegleiter tätig es wurde gesagt das ab 01.08.2011 der Mindestlohn 2075,weiter...

Kommentar zu:
Leo Mahr
03. August 21:33

Den Diskussionen über Mindestlöhne, Minijobs, Scheinselbständigkeit, Missbrauch der legalen Zeitarbeweiter...

Marco Schäfer
03. August 20:55

Hallo, ich bin eigentlich gerade auf der Suche wegen den Mindestlohn. Naja wie ich hier entnehmen ...weiter...

Kommentar zu:
Henrike D.
27. Juli 14:55

Eine ganz traurige Entwicklung. In den USA ist dieses Vorgehen ja leider auch normal. Ich kannte ...weiter...

Günther Schulz
20. Juli 12:51

Schade, das ich diesen Beitrag erst jetzt sehe. Ich war letztes Jahr auf Föhr und denke gerne daran weiter...