
Bernd Steinmann schrieb am Dienstag 26. Juni 2007 zum Thema Meinungen:
Diese Frage ist schon erlaubt. So fordert der Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, Oskar Lafontaine: „Deutsche Gewerkschaften müssen Mindestlohnforderung erhöhen“
Er bezieht sich auf Frankreich. Dort werde unter der konservativen Regierung Sarkozy der Mindestlohn weiter erhöht. „Angesichts der Steigerung auf einen Mindeststundenlohn von 8,44 Euro in unserem Nachbarland ist die Selbstbescheidung der DGB-Mindestlohnforderung von 7,50 Euro nicht mehr zu halten“, so Lafontaine. Der DGB müsse sich für einen Mindestlohn in Deutschland einsetzen, der sich an dem Niveau vergleichbarer europäischer Staaten orientiere, das über der 8-Euro-Marke liege.
Oskar, einfach mal nachdenken und auch die Papiere lesen. Mit 7,50 Euro beginnen und dann schnell auf 9 Euro erhöhen. Das predigen Franz-Josef und Frank seit Jahren rauf und runter. Und übrigens: Die Forderung von NGG und ver.di ist nun mal älter als die der Linksfraktion.
Während einer laufenden Initiative die Forderung verändern? Ich halte das für keinen guten Rat.
URL des Textes: http://blog.mindestlohn.de/5/viewentry/1576
Kommentare
Jörg Münnich, Wachmann in Berlin am 2. Juli 2007
Wieso ist die Erhöhungsforderung falsch? Immerhin läuft die Kampagne schon eine weile und die lebenshalötungskosten stiegen in dieser Zeit gerade für die kleinen Leute. Ich sage nur Steuererhöhung, Strompreise, Benzin...
Bernd am 2. Juli 2007
Lieber Jörg,
ver.di und NGG fordern: Mit 7,50 Euro beginnen und dann schnell auf 9 Euro erhöhen."
Da ist die Steigerung drin.
Problem ist: Zielforderung in einer laufenden Kampagne verändern, das ist nicht vermittelbar.
HusumA am 6. Oktober 2007
Und die Forderung ist auch älter als die Linkspartei an sich...
Allerdings finde ich auch 7,50 etwas bescheiden...aber 9,00 ist auch noch nicht viel, wenn mensch diese Brosamen damit vergleicht, was pro Jahr an Milliarden erwirtschaftet werden.
Und das gesellschaftliche Pendel zeigt grade deutlich auf Bereicherung: Unter der rot-grünen Regierung ist der Anteil der reichsten 5% der Bevölkerung am gesammten Zeug, das hier so rumsteht von 40 auf 44% gewachsen...
Und die unteren 50% besitzen nur noch knapp 4% des Besitzes in Deutschland. Und für die, die immer gerne das kleinere Übel wählen: Sogar in den USA sieht das Verhältnis für die Armen besser aus...
Unter diesem Aspekt finde ich die Forderung "Mindestlohn" ziemlich harmlos.
Hab übrigens auf der Hp http://www.husuma.de.vu unter "Bewegung" einen Artikel dazu...