drucken | schließen

blog.mindestlohn.de

Bernd Steinmann schrieb am Freitag 24. August 2007 zum Thema Meinungen:

IG Metall und ver.di lehnen Ministeriums-Anzeige für «Rente mit 67» ab

dpa meldet: „
Die Gewerkschaften ver.di und IG Metall weigern sich, in ihren Mitgliederzeitschriften Anzeigen des Bundessozialministeriums zur Rente mit 67 zu drucken. 'Der Widerspruch zwischen dieser Botschaft und unserer politischen Position ist einfach zu groß', sagte eine ver.di-Sprecherin am Freitag in Berlin. Die Redaktion des Hausblatts 'publik' habe sich deshalb gegen die Veröffentlichung der Anzeigenstrecke entschieden.

Eine Anzeigenkampagne des Bundesarbeitsministeriums für die ‚Rente mit 67‘ sorgt für neuen Ärger mit den Gewerkschaften. Die IG Metall lehnte es ab, die Anzeige in der Oktober-Ausgabe ihrer Mitgliederzeitschrift ‚metall‘ zu drucken, wie der wöchentliche Infodienst ‚direkt‘ der IG Metall am Freitag berichtet. Dafür verzichtet sie auf viel Geld. ‚Die große Mehrheit der Bevölkerung weiß, dass die ‚Rente mit 67‘ ein falscher Weg ist, die Bundesregierung setzt sich aber erneut darüber hinweg‘, sagte IG-Metall-Chef Jürgen Peters zur Begründung.

Nach Informationen von ‚direkt‘ lässt sich das Ministerium die Anzeigenkampagne, zu der auch Themen wie private Altersvorsorge und die Integration älterer Arbeitnehmer gehören, fünf Millionen Euro kosten. Die Kölner Agentur Hatchers United, die unter anderem auch für Coca-Cola und Bitburger werbe, habe sich den Slogan ‚Kein Grund zum Jubeln. Aber richtig.‘ ausgedacht. Die Anzeige, die in allen großen deutschen Zeitungen geschaltet werden soll, sei auch dem ver.di-Blatt ‚publik‘ angeboten worden. Die Gewerkschaften sind entschieden gegen die ‚Rente mit 67‘, die sie als Rentenkürzungsprogramm ablehnen."


Ich bin nicht immer der Meinung von Jürgen Peters. Hier stimme ich ihm zu.

URL des Textes: http://blog.mindestlohn.de/5/viewentry/1701