Einen bemerkenswerten Kommentar hat Rainer Burchardt am 25. Juni im Deutschlandfunk gesprochen
„… Die Linke muss sich jetzt schleunigst entscheiden. Will sie die Bloßstellung der Sozialdemokratie zu ihrem zentralen Politikkonzept machen, oder tatsächlich sich als eine ernstzunehmende Alternative links von der SPD stabilisieren? Denn natürlich liegt in den augenblicklich positiven Umfragewerten für die Linke die schnelle Versuchung, sich auf Kosten der unmittelbaren Konkurrenz zu profilieren. Dabei allerdings könnte sie ihr eigentliches inhaltliches Profil schnell aufs Spiel setzen. Denn jetzt gilt es, eigene Konturen aufzubauen. Wenn dies jeweils nur mit einer Konzentration auf den ungeliebten Nachbarn geschieht, dann allerdings könnte Die Linke schnell ihr eigenes Opfer werden.
Was jetzt gefragt ist, das ist ernstzunehmende politische Programmatik zu den drängenden Frage, wie Abbau der Arbeitslosigkeit, Mindestlohn, Vermögenssteuer, Gesundheits- und Steuerreform. Wer hier nur wie das Kaninchen auf die Schlange zum Nachbarn schielt und mehr Schadenfreude als Gesetzesalternativen produziert, der wird sehr schnell im mosernden Abseits landen. Auch hier gilt: Wer zuletzt lacht, lacht am Besten. Und das könnte dann allerdings die SPD sein.“







