Ich habe bewusst Satire als Rubrik gewählt. Gestern hauten die Vdeo-Text-Leute in die Tasten. Koch gegen Münte und so weiter.
Heute klärt sich auf, das ZDF hat FJM in Düsseldorf für die Sonntagssendung um 19:10 Uhr interviewt. In der Sendung kommt der schöne Satz: Die Gewerkschaft (oder heißt es die Gewerkschaften?) machen Druck, jeden Tag in einer anderen Stadt.
Auf dem Kirchentag, soll Münte (sinngemäß) gesagt haben, dass ver.di und NGG ihm mit der Initiative Mindestlohn auf den … gehen würden.
Zurück zu den ExpertInnen aus Funk, Glotze und Zeitungen: Einmal sagen sie: Die Gewerkschaften fordern. Dann wenden sie sich genüsslich der Position von Huberts zu. Vermengen alles. da wird aus Gewerkschaften Gewerkschaft. Und so fort und so weiter.
Mittags die kläglichen Auftritte von Weidenfels, Tagesspiegel, und Fickinger, FAZ, im Presseclub. Da war sogar dem Wolf vom Stern unangenehm, was Weidenfels und Fickinger erzählten.
Weidenfels, früher Wirtschaftswoche, pflegt weiter ihre Vorurteile. Und Fickinger? Ja, er auch. Ebenso wie Hank, der will schon seit 15 Jahren die Lohnfindung in die Betriebe verlagern.
Und jetzt, da entdecken diese Leute die Tarifautonomie. Sie interessiert nicht, was sie vor Tagen, Wochen, Monaten oder Jahren geschrieben haben.
Da lobten und forderten sie betriebliche Bündnisse. Sie wollten die Tarifautonie unterhöhlen. Dabei sind Gewerkschaften fast schon zu flexibel.
Und beim Mindestlohn: Da holen sie die Tarifautonmie und deren VertreterInnen aus der Kiste.
In der ZDF-Sendung verhaspelt sich Anderas Nahles. Sie will stellvertretende SPD-Vorsitzende werden. Getreu dem Motto verbiegt sie den Beschluss des SPD-Gewerkschaftsrates.
Da gibt es kein Phasenmodell. Und der ZDF-Mann, der den Kopf immer so schön auf die Seite legt, der grätscht nicht mal in die weiche Formulierung der Nahles rein. Dort, wo die TaifpartnerInnen sich nicht einigen, da muss der Staat einen Mindestlohn festlegen, meinte sie.
Da hätte der ZDF-Mann fragen müssen: Also 7,50 Euro?
Er hat es versäumt.







