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blog.mindestlohn.de

Bernd Steinmann schrieb am Mittwoch 7. Oktober 2009 zum Thema BefĂĽrworter:

Möllenberg: Hungerlöhne passen nicht zum Bäckerhandwerk


Die NGG meldet:

"Düsseldorf – 7. Oktober 2009.
Am Rande der iba, der internationalen Fachmesse „Weltmarkt des Backens“, die noch bis zum 9. Oktober 2009 in Düsseldorf stattfindet, appellierte der Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Franz-Josef Möllenberg, speziell an das deutsche Bäckerhandwerk, noch stärker in die Erstausbildung und Qualifizierung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu investieren.
Mit Sorge sehe die NGG, dass im Bäckerhandwerk die Nachwuchsrekrutierung schwieriger werde. Einen Grund hierfür sieht Möllenberg auch in den ungünstigen Arbeitszeiten und den im Vergleich zu anderen Handwerksbereichen und den Großbäckereien schlechteren Arbeitsbedingungen: „Das Bäckerhandwerk liegt mit seinen tariflichen Arbeitsbedingungen – wenn sie denn überhaupt eingehalten werden – im unteren Drittel aller deutschen Handwerksberufe. Wenn qualitativ hochwertige Produkte hergestellt und verkauft werden sollen, muss auch im Bäckerhandwerk der Mensch stärker in den Mittelpunkt des Handelns gerückt werden. Gutes Brot, gute Brötchen und guter Kuchen passen einfach nicht zu Hungerlöhnen.“ Derzeit, so der NGG-Vorsitzende, erhielten Auszubildende des Bäckerhandwerks eine monatliche Vergütung von 478 Euro (West) beziehungsweise 390 Euro (Ost).
Was die immer noch aktuelle Diskussion um gentechnisch veränderten Leinsamen betreffe, unterstütze NGG das deutsche Backgewerbe: „Es darf keine Verbrauchertäuschung durch die Hintertür geben. Auch wir sprechen uns gegen die Verwendung gentechnisch veränderter Organismen in Backwaren aus. Wir und die Verbraucherinnen und Verbraucher wollen das einfach nicht.“

URL des Textes: http://blog.mindestlohn.de/7/viewentry/2941


Kommentare

Reinhold Nawratil, IG Metall UnterstĂĽtzergruppe Hamburg am 8. Oktober 2009

Ich kann die Forderung nach gerechtem Entgelt nur unterstĂĽtzen. Es sind die Spekulanten die durch ihr Verhalten die Investmentgesellschaften zu dieser Personalpolitik treiben.
Veränderte insbesondere genveränderte Backmittel haben in der Ernährungskette nichts zu suchen. Zumal selten die Folgen und Schäden für die Mitarbeiter und Verbraucher untersucht werden.