dpa meldet:
„Lindau (dpa) - Zu ihrer traditionellen Wirtschaftstagung sind am 20. August in Lindau am Bodensee 15 Nobelpreisträger und zahlreiche Nachwuchswissenschaftler aus mehr als 50 Ländern zusammengekommen. In diesem Jahr diskutieren die Teilnehmer nach Angaben der Veranstalter vor allem über die Folgen der Globalisierung für die Arbeitsmärkte.
Ein Thema hierbei ist unter anderem die Diskussion über die Einführung von Mindestlöhnen in Industriestaaten wie Deutschland. In Lindau stellt unter anderem der US-Wirtschaftsnobelpreisträger Robert Solow seine neuesten Forschungen zum Thema Mindestlöhne vor. Der Wissenschaftler des Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge hat in einer Studie die Wirkung von Mindestlöhnen in mehreren Industriestaaten verglichen, darunter die USA, Deutschland, Dänemark, Frankreich, Großbritannien und die Niederlande. Er kommt dabei zu dem Schluss, dass Mindestlöhne in der Theorie zwar die Beschäftigung im Niedriglohnsektor gefährden, sich dieser Effekt in der Praxis aber kaum belegen lässt. Grund dafür ist laut Solow, dass Unternehmen die höheren Kosten oft durch höhere Produktivität ausgleichen könnten.“







