Der amerikanische Ökonom und Nobelpreisträger Robert Solow hält die Furcht vor steigender Arbeitslosigkeit bei Einführung eines Mindestlohns für unberechtigt. Die negative Wirkung höherer Tarife im Niedriglohnbereich werde überschätzt. Das berichtet die Financail Times Deutschland. „‚Ich verstehe nicht, weshalb in Deutschland so eine Angst vor dem Mindestlohn herrscht“, sagte Solow am Rande einer Tagung in Lindau. Der Mindestlohn hat keinen Schaden in jenen Volkswirtschaften angerichtet, die ihn seit Langem eingeführt haben, wie die jüngste Studie der Russell Sage Foundation ergab.“ Im Gespräch mit manager-magazin.de erklärt er, dass Mindestlöhne keine Massenarbeitslosigkeit provozieren, sich hierzulande amerikanische Lohnverhältnisse ausbreiten - und warum europäische Tarifverträge ihn nicht mehr schockieren.
Solow setzt sich damit wohltuend ab von anderen Wissenschaftlern. So erklärte der dezrsche Nobelpreisträger Reinhard Selten der Neuen Osnabrücker Zeitung, „er sei kein Freund von Mindestlöhnen. Sie können zu leicht umgangen werden.“ Der Staat, so Selten, sollte keine Gesetze erlassen, die er nicht weitgehend durchsetzen könne.
Na, da hat der Herr Nobelpreisträger sich aber eine Aufgabe gestellt. Da kann ja des ganze Gesetzgefüge auf den Prüfstand gesetzt werden.







