Mit der Fernsehsendung „Hart aber fair“ beschäftigt sich Albrecht Müller hat auf den Nachdenkseiten. Er hat dort einige Fakten zusammen getragen. Besonders stößt ihm auf, dass der Moderator Frank Plasberg das „Image des ‚Nachhakers‘ pflegen will, indem er die Behauptungen seiner Studiogäste einen Tag nach der Sendung durch ‚renommierte Experten‘ unter die Lupe nehmen lässt. Eine an und für sich gute Idee. Welche Experten hat sich aber Plasberg ausgesucht?
Da ist zunächst ein Arbeitsmarktökonom vom ‚Institut der deutschen Wirtschaft‘ (IW), ein Institut, das von Verbänden und Unternehmen der deutschen Wirtschaft getragen wird und ohne Unterstellung als ‚arbeitgebernah‘ bezeichnet werden darf. Das IW fungiert gleichzeitig als der ‚wissenschaftliche Schreibtisch‘ der vom Gesamtverband der Elektro- und Metallindustrie jährlich mit 8,8 Millionen betriebenen, sich selbst als ‚neoliberal‘ bezeichnende PR-Agentur ‚Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft‘ (INSM).
Nun ja, könnte man sagen, bei einer doch stark interessenbezogenen Wissenschaft wie der Ökonomie, nimmt man halt einen vom Arbeitgeberlager und einen vom Gewerkschaftslager.
Aber leider weit gefehlt: Der zweite ‚renommierte Experte‘ kommt vom Bonner ‚Forschungsinstitut für Zukunft und Arbeit‘ (IZA). Das ist gleichfalls ein privatwirtschaftliches Institut, das von der Deutschen Post-Stiftung gefördert wird. Präsident des Instituts ist Dr. Klaus Zumwinkel, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Post World Net (der gerade einige Tausend Arbeitsplätze abschafft). Direktor des IZA ist Professor Klaus Zimmermann, der nebenher auch noch Präsident des ‚Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung‘ in Berlin (DIW) ist.“
Soweit Albrecht Müller. Sein Beitrag ist lesenswert.







