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Mindestlohn-Tour 2007
ARM TROTZ ARBEIT
Die Sendung zur Arbeit
Abstimmung

Welche Höhe soll ein gesetzlicher Mindestlohn in Deutschland haben?

  • 6,00 Euro
  • 7,50 Euro
  • 9,00 Euro
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Donnerstag 6. Januar 2011

Französischer Bauernpräsident wirft Deutschland soziales Dumping vor

Ein moderner Landwirt kommt an die Spitze des französischen Bauernverbands. Xavier Beulin, der neue Vorsitzende des französischen Landwirtschaftsverbandes FNSEA, hat bei einer ersten Pressekonferenz, Deutschland soziales Dumping vorgeworfen. Das berichtet die FAZ in ihrer Ausgabe vom 6. Januar.

„Wie anders wollen Sie das nenne, wenn beschäftigte bei Ihnen um ein Vielfaches billiger sind „, fragte er laut FAZ. „Die Mitarbeiter eines Schlachthofes in Deutschland kosteten 13 Euro in der Stunde, jene in Frankreich jedoch nur 21 Euro, betrichtet ie FNSA-Vizepräsidentin Christiane Lambert, denn Deutschland nutze ‚in missbräuchlichem Umfang‘ Saison- und Leiharbeiter aus Osteuropa“, so die FAZ.

 

Autor: Bernd Steinmann · Rubrik: Online-Presse
 
Donnerstag 6. Januar 2011

Demo: Mindestlohn in Gefahr! 12.01.2011

Demo: Mindestlohn in Gefahr! 12.01.2011

Der mit ver.di und dem Arbeitgeberverband BDWS abgeschlossene bundesweite Mindestlohntarifvertrag für das Wach- und Sicherheitsgewerbe soll nach dem Willen der FDP und der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) nicht in Kraft treten. Sie weigern sich, unseren Tarifvertrag in das Arbeitnehmer- Entsendegesetz aufzunehmen.

Für die Beschäftigten im Wach- und Sicherheitsgewerbe bedeutet dies eine verstärkte Lohnkonkurrenz durch Dumpinglöhne europäischer Sicherheitsdienstleister im Rahmen der vollen Dienstleistungsfreiheit und Arbeitnehmerfreizügigkeit zum 1. Mai 2011. Damit muss jetzt Schluss sein!!! Zeigen wir gemeinsam der FDP und der Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeber (BDA), dass wir nicht tatenlos zusehen! Wir rufen alle unsere ver.di-Mitglieder und Kolleginnen und Kollegen auf,

am 12. Januar 2011 um 10:00 Uhr für unseren Mindestlohn im Wach- und Sicherheitsgewerbe zu kämpfen!

Treffpunkt: BDA - Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, vor dem Haus der Deutschen Wirtschaft,Breite Straße 29, 10178 Berlin. Hier halten wir die Eröffnungskundgebung ab!

Anschließend: Demonstration über die Friedrichstrasse Schlusskundgebung: FDP - Bundesgeschäftsstelle, Reinhardtstraße 14, 10117 Berlin Ende ca. 12:30 Uhr

Aufruf

 

Autor: Bernd Steinmann · Rubrik: Aktionen
 

Dienstag 21. Dezember 2010

ver.di schaltet Leiharbeit-Hotline

ver.di meldet:

ver.di hat eine Hotline geschaltet, um die bis zu 280.000 Leiharbeitskräfte dabei zu unterstützen, Nachforderungen bezüglich ihrer Vergütungen der vergangenen Jahre geltend zu machen. Dies ist möglich in Folge des Bundesarbeitsgerichtsurteils, in dem der Tarifgemeinschaft Christlicher Gewerkschaften für Zeitarbeit und Personalserviceagenturen (CGZP) die Tariffähigkeit abgesprochen wurde.

Unter der Telefonnummer 0180-2220066 (aus dem deutschen Festnetz 6 Cent pro Anruf; aus dem Mobilfunknetz maximal 42 Cent pro Minute) können Betroffene sich von ver.di-Experten unverbindlich über die dafür erforderlichen Schritte beraten lassen. Für Mitglieder übernimmt ver.di Rechtschutz. ‚Um alle Ansprüche geltend zu machen, sollten die Kolleginnen und Kollegen noch in diesem Jahr tätig werden. Wir wollen ihnen dabei kompetent zur Seite stehen‘, hieß es dazu bei ver.di.“

Erreichbarkeit der Hotline:

Montag - Freitag 7-20 Uhr

Samstag 9-16 Uhr

24.12. & 31.12. 7-12 Uhr

 

Autor: Bernd Steinmann · Rubrik: Befürworter
 
Freitag 10. Dezember 2010

NGG begrüßt Urteil im Schlachthof-Prozess

Die NGG meldet:

„Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) begrüßt die Verurteilung des Dormagener Subunternehmers Axel H. zu fünfeinhalb Jahren Haft. Claus-Harald Güster, stellvertretender NGG-Vorsitzender sagte am 10. Dezember: ‚Wir sind hoch erfreut über dieses Urteil. Es ist ein Signal an die Arbeitgeber der Fleischwirtschaft, endlich Tarifverträge mit uns abzuschließen und auch ein Signal an die Bundesregierung, einen gesetzlichen Mindestlohn von mindestens 8,50 Euro pro Stunde als untere Haltelinie in Deutschland einzuführen: und zwar zügig und für alle Branchen!‘

Das Düsseldorfer Landgericht hatte den Subunternehmer der deutschen Schlachtindustrie, der ein Geflecht von 50 Unternehmen und bis zu 1.000 meist rumänischen Werkvertragsarbeitnehmern betrieben hatte, gestern wegen 107-facher Steuerhinterziehung schuldig gesprochen. Zudem habe er in 29 Fällen Arbeitslohn vorenthalten. Fiskus und Sozialversicherungen seien so um rund 14 Millionen Euro geprellt worden.

Güster: ‚Dieser Fall entlarvt ein System von Raubtierkapitalismus und Menschenverachtung, das mit Werkverträgen, Leiharbeit und Niedrigstlöhnen für meist osteuropäische Arbeitnehmer billiges Fleisch nicht nur auf den deutschen Markt wirft und verramscht, sondern auch Arbeitsplätze in anderen europäischen Ländern vernichtet. In Frankreich, Belgien und Dänemark schrillen die Alarmglocken bei Arbeitgebern und Gewerkschaften, weil Unternehmen ruiniert werden und anständig bezahlte Fachkräfte ihre Arbeit verlieren. Die französische Fleischindustrie hat sogar eine Vereinigung gegen Sozialdumping gegründet und die Europäische Kommission aufgefordert, Deutschland zu zwingen, einen Mindestlohn einzuführen.‘

Im vergangenen Jahr seien in Dänemark mehr als 3.000 Schlachthofbeschäftigte, denen tariflich gesicherte Stundenlöhne von rund 20 Euro gezahlt worden seien, in die Arbeitslosigkeit geschickt worden. Im Gegenzug habe Danish Crown, eines der europaweit größten Unternehmen der Fleischbranche, vor wenigen Wochen einen Schlachthof im oldenburgischen Essen mit 1.200 Beschäftigten übernommen. Allerdings kämen davon 1.000 Schlachter über Werkverträge mit Stundenlöhnen häufig zwischen vier und zehn Euro aus Osteuropa, so der NGG-Vize.

‚Möglich ist dieser Billiglohn-Tourismus, weil es in der deutschen Fleischwirtschaft weder Flächentarifverträge noch einen Arbeitgeberverband gibt, der sozialpolitische Verantwortung übernimmt. Wir fordern die Arbeitgeber seit Jahren auf, die Arbeitsbedingungen tariflich zu regeln und das System von Leiharbeit und Werkverträgen zu beenden. Leider vergeblich. Nun ist die Bundesregierung vor allem auch vor dem Hintergrund der Arbeitnehmerfreizügigkeit ab Mai 2011 gefordert: Ohne Tarifverträge kann nur ein gesetzlicher Mindestlohn dem Lohn- und Sozialdumping eine untere Grenze setzen.‘“

 

Autor: Bernd Steinmann · Rubrik: Befürworter
 
Dienstag 7. Dezember 2010

TV Tipp: "Von Arbeit muss man leben können" - aber nicht im Deutschen Bundestag

Monitor im Ersten mit Sonia Seymour Mikich

Monitor, ARD, 9.Dezember 2010, 22.00 - 22.30 Uhr kommt ein Beitrag unter der Überschrift:

Von Arbeit muss man leben können“ - aber nicht im Deutschen Bundestag

 

Autor: Bernd Steinmann · Rubrik: Online-Presse
 
Donnerstag 2. Dezember 2010

ver.di: Bundesregierung muss Mindestlohn in der Weiterbildung für allgemeinverbindlich erklären

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert die Bundesregierung auf, den Mindestlohn in der Weiterbildung für allgemeinverbindlich zu erklären.

„Vor dem Hintergrund der am 3. Dezember stattfindenden Plenardebatte des Bundestages über den Mindestlohn in der Weiterbildung weist ver.di-Bundesvorstandsmitglied Petra Gerstenkorn die Bundestagsabgeordneten auf das weitere Abgleiten der Branche in den Niedriglohnsektor und den damit einhergehenden Qualitätsverlust bei der öffentlich geförderten beruflichen Weiterbildung hin.

‚Die Abwärtsentwicklung der Gehälter für akademisch qualifiziertes Personal gefährdet die Qualität der berufspädagogischen Arbeit‘, kritisiert Gerstenkorn. ‚Diese qualifizierte Tätigkeit setzt entsprechende Rahmenbedingungen voraus, die der öffentliche Auftraggeber den Beschäftigten sichern muss. Die Arbeitsbedingungen und Entlohnung sind in keiner Weise angemessen.‘ Leidtragende seien neben den Beschäftigten insbesondere benachteiligte Jugendliche und Langzeitarbeitslose, die dringend auf qualifizierte Aus- und Weiterbildung angewiesen sind, um überhaupt eine Chance auf dem Arbeitsmarkt zu erhalten.

Gerstenkorn betonte, dass es im öffentlichen Interesse sein müsse, eine hohe Qualität der beruflichen Bildung zu gewährleisten - nicht zuletzt, um volkswirtschaftlichen Schaden abzuwenden. Der mit der Vergabepraxis ausgelöste Preisverfall für Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen dürfe nicht länger auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden.“

 

Autor: Bernd Steinmann · Rubrik: Befürworter
 
Mittwoch 1. Dezember 2010

Mindestlohn für Abfallwirtschaft wird erhöht

ver.di meldet: „‘Wir sind im Kampf gegen Dumpinglöhne in der Abfallwirtschaft wieder einen Schritt weiter‘, begrüßte Erhard Ott, Bundesvorstandsmitglied der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), die am 30. November 2010 gefällte Einigung der Koalitionsspitzen von Union und FDP über die Allgemeinverbindlichkeit eines neuen Mindestlohns in der Entsorgungsbranche. ‚Damit hat ver.di erreicht, dass der Mindestlohn für die Beschäftigten in den Entsorgungsunternehmen auf 8,24 Euro erhöht wird.‘

ver.di hatte sich zuvor mit den beiden Arbeitgeberverbänden VKA (Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände) und BDE (Bundesverband der Deutschen Entsorgungswirtschaft) auf die Erhöhung des Mindestlohns in der Abfallwirtschaft geeinigt, die nun ab 1. Januar 2011 allgemeinverbindlich wird.

Alle Beschäftigten, die in der Abfallwirtschaft arbeiten, haben durch die Mindestlohnverordnung dann Anspruch auf einen Stundenlohn von mindestens 8,24 Euro. ‚Ob Sortierkraft, Straßenreiniger, Müllwerker oder Kraftfahrer: Keiner muss zukünftig für einen niedrigeren Lohn arbeiten‘, betonte Ott. ‚Das gilt auch für Leiharbeitnehmer, die in einem Abfallwirtschaftsbetrieb tätig sind.‘ Mindestens 20.000 Beschäftigte hätten bei Inkrafttreten der Verordnung Anspruch auf mehr Geld. Jeder fünfte Arbeitnehmer in der Entsor-gungsbranche werde mit dem Mindestlohn von 8,24 Euro mehr erhalten als vorher. ‚Arbeitgeber, die geringere Löhne als den Mindestlohn zahlen, verstoßen gegen das Gesetz und müssen mit saftigen Geldbußen rechnen‘, so Ott weiter.

Im nächsten Schritt müsse der Mindestlohn auf verschiedene Tätigkeiten differenziert werden. Dazu würden im Januar Verhandlungen zwischen ver.di und den Arbeitgeberverbänden stattfinden.“

 

Autor: Bernd Steinmann · Rubrik: Befürworter
 
Kommentare
Alexander
09. September 12:40

Gesetzlicher Mindestlohn Ich bin für den Gesetzlichen Mindestlohn. Denn ich arbeite momentan fürweiter...

Felicitas
31. August 22:43

Die Zeiten ändern sich und die Meinungen offenbar auch! Erfreulich! Hoffentlich versandet das Thema weiter...

Martin Kolbe
18. August 21:34

ich bin Gehörlose und Behinderten (links Schulter problem seit 2011 unfall in Haus)ich habe Holzbearweiter...

jermaine
17. August 18:54

Sehr toole Aktion. Ich bin selbst seit geraumer Zeit Leiharbeitnehmer und merke langsam immer ...weiter...

Alexander
15. August 10:19

Ja bitte 8,50 € Brutto die std. und man müste nicht wie ich Momentan mit 5,74 € Brutto arbeiten. weiter...

Carola
10. August 12:43

Ich bin als Berufseinstiegsbegleiter tätig es wurde gesagt das ab 01.08.2011 der Mindestlohn 2075,weiter...

Kommentar zu:
Leo Mahr
03. August 21:33

Den Diskussionen über Mindestlöhne, Minijobs, Scheinselbständigkeit, Missbrauch der legalen Zeitarbeweiter...

Marco Schäfer
03. August 20:55

Hallo, ich bin eigentlich gerade auf der Suche wegen den Mindestlohn. Naja wie ich hier entnehmen ...weiter...

Kommentar zu:
Henrike D.
27. Juli 14:55

Eine ganz traurige Entwicklung. In den USA ist dieses Vorgehen ja leider auch normal. Ich kannte ...weiter...

Günther Schulz
20. Juli 12:51

Schade, das ich diesen Beitrag erst jetzt sehe. Ich war letztes Jahr auf Föhr und denke gerne daran weiter...