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Montag 22. November 2010

ver.di: Bundesregierung muss Mindestlohn in der Weiterbildung für allgemeinverbindlich erklären

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert die Bundesregierung auf, Kürzungen in der Weiterbildung zurückzunehmen und den Mindestlohn in der Weiterbildung für allgemeinverbindlich zu erklären.

Vor dem Hintergrund der morgen beginnenden Abschlussberatungen des Bundeshaushalts, in denen über Einzeletats entschieden wird, weist ver.di-Bundesvorstandsmitglied Petra Gerstenkorn am 22. November die Bundestagsabgeordneten auf die Brisanz der Kürzungen im Bereich der Weiterbildung hin. Davon seien einerseits die Beschäftigten in der Branche, aber insbesondere auch Langzeitarbeitslose betroffen, die dringend Qualifizierungsmaßnahmen benötigen, um überhaupt wieder eine Chance auf dem Arbeitsmarkt zu erhalten.

Gerstenkorn kritisierte, dass der geplante Kahlschlag vor allem die Beschäftigten treffen würde, die für ihre qualifizierte Arbeit noch nicht einmal den Mindestlohn erhielten. ‚Jetzt sind die Bundestagsabgeordneten am Zug, den unsinnigen Sparwahn zu stoppen und damit der Bildung, den Beschäftigten in der Weiterbildung und den arbeitslosen Menschen, die auf Qualifizierung angewiesen sind, eine Chance zu geben‘, fordert die Gewerkschafterin.

Mit den bislang schon erfolgten Kürzungen sei die Tür für einen erneuten Dumping-Wettbewerb zwischen den Weiterbildungsträgern weiter aufgestoßen worden. Schon jetzt seien Löhne zwischen 1.000 und 1.500 Euro im Monat für pädagogisches Personal, zum Teil mit Hochschulabschluss, keine Seltenheit, sagte Gerstenkorn.“

 

Autor: Bernd Steinmann · Rubrik: Befürworter
 

Kommentare

 
Peter Steiner · Sonntag 28. November 2010 · 17:05
Ich kann als Mensch und auch als Unternehmer (Inhaber eines Bildungsträgers) einen Mindestlohn in der Weiterbildung nur unterstützen.

Als Mensch: Jeder muss von seiner Arbeit leben können und zwar vernünftig.

Als Unternehmer: Jeder muss von seiner Arbeit leben können und zwar vernünftig. Zudem würden endlich die Preisdumpinggefechte auf dem Rücken der Dozenten gerade in der beruflichen Weiterbildung aufhören. Ein Mindestlohn in der Weiterbildung entspräche einem Mindestpreis der Weiterbildung, die hoffentlich auch das derzeitige manchmal miserable Qualitätsniveau anhebt, zum Wohle der Kursteilnehmer. Zudem hätten dann auch kleine Bildungsträger eine reelle Chance auf dem Bildungsmarkt. Derzeit grasen die großen Bildungsträger mit Dumpinglöhnen, Dumpingpreisen und Dumpingqualität den Weiterbildungsmarkt, vor allem den geförderten, ab. Zu Lasten der Dozenten und der Kursteilnehmer.

Wir zahlen derzeit für nach AZWV geförderte Kurse Honorare von € 25,- pro UE (45 Minuten), abhängig von der Kursauslastung. Die Honorare steigen je nach Auslastung hin zu € 35,-, bei möglichst voller monatlichen Auslastung der Dozenten von 160 Unterrichtseinheiten.
 
jermaine · Montag 27. Dezember 2010 · 13:33
Guten Tag,
ich habe auch dieses Jahr eine zweijährige Weiterbildungsmaßnahme beendet und kann garnicht zum Ausdruck bringen wie dankbar ich über diese glückliche Wendung bin.
Ich finde das bei Weiterbildungen oft nicht großflächig genug betrachtet wird, immerhin kommen durch gelernte Fachkräfte auch ordentliche Gehälter bzw. Steuereinnahmen für den Fiskus und somit für neue Weiterbildungsmöglichkeiten zurück was ja dem gesamten Wirtschaftskreislauf zugute kommt. Fazit: durch mehr investionenen kommt im nachhinein auch mehr zurück.
 
Annette K. · Montag 21. Februar 2011 · 23:14
Das ist ja schön, daß du das so positiv sehen kannst, ABER: hast du auch schon eine dementsprechende Stelle gefunden, bei/in der du dein neuerworbenes Wissen einsetzen kannst? Und zwar nicht nur für einen Dumping-Lohn? Würde mich interessieren...
 
Carola · Mittwoch 10. August 2011 · 12:43
Ich bin als Berufseinstiegsbegleiter tätig
es wurde gesagt das ab 01.08.2011 der Mindestlohn 2075,00 € beträgt
musste heute erfahren das es keinen Mindestlohn gibt
ist das rechtens ??
 

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Kommentare
Alexander
09. September 12:40

Gesetzlicher Mindestlohn Ich bin für den Gesetzlichen Mindestlohn. Denn ich arbeite momentan fürweiter...

Felicitas
31. August 22:43

Die Zeiten ändern sich und die Meinungen offenbar auch! Erfreulich! Hoffentlich versandet das Thema weiter...

Martin Kolbe
18. August 21:34

ich bin Gehörlose und Behinderten (links Schulter problem seit 2011 unfall in Haus)ich habe Holzbearweiter...

jermaine
17. August 18:54

Sehr toole Aktion. Ich bin selbst seit geraumer Zeit Leiharbeitnehmer und merke langsam immer ...weiter...

Alexander
15. August 10:19

Ja bitte 8,50 € Brutto die std. und man müste nicht wie ich Momentan mit 5,74 € Brutto arbeiten. weiter...

Carola
10. August 12:43

Ich bin als Berufseinstiegsbegleiter tätig es wurde gesagt das ab 01.08.2011 der Mindestlohn 2075,weiter...

Kommentar zu:
Leo Mahr
03. August 21:33

Den Diskussionen über Mindestlöhne, Minijobs, Scheinselbständigkeit, Missbrauch der legalen Zeitarbeweiter...

Marco Schäfer
03. August 20:55

Hallo, ich bin eigentlich gerade auf der Suche wegen den Mindestlohn. Naja wie ich hier entnehmen ...weiter...

Kommentar zu:
Henrike D.
27. Juli 14:55

Eine ganz traurige Entwicklung. In den USA ist dieses Vorgehen ja leider auch normal. Ich kannte ...weiter...

Günther Schulz
20. Juli 12:51

Schade, das ich diesen Beitrag erst jetzt sehe. Ich war letztes Jahr auf Föhr und denke gerne daran weiter...